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Hausbau-Lexikon: Begriffe von A bis Z

62 Begriffe rund um Musterhaus, Fertighaus, Kosten und Bauablauf — kompakt erklärt, mit Links zu den passenden Ratgebern und Rechnern.

A

Abnahmeprotokoll
Das Abnahmeprotokoll dokumentiert bei der Bauabnahme den Zustand des Gebäudes sowie alle festgestellten Mängel und Restarbeiten. Es ist ein zentrales Beweismittel, weil mit der Abnahme die Gewährleistungsfrist beginnt und die Beweislast auf Sie als Bauherr übergeht. Achten Sie darauf, jeden Mangel schriftlich festzuhalten und das Protokoll erst nach sorgfältiger Prüfung zu unterschreiben. Ratgeber Bauabnahme & Gewährleistung Siehe auch: Bauabnahme, Gewährleistung, Mängelrüge
Ausbauhaus
Ein Ausbauhaus wird vom Hersteller nur bis zu einem vereinbarten Rohbauzustand errichtet, während Sie einen Teil des Innenausbaus in Eigenleistung übernehmen. Typische Eigenleistungen sind Malerarbeiten, Bodenbeläge oder der Innenausbau von Wänden und Decken. So senken Sie die Baukosten, benötigen jedoch handwerkliches Geschick und ausreichend Zeit. Haustyp Ausbauhaus Siehe auch: Bausatzhaus, Schlüsselfertig, Eigenleistung
Ausstattungsqualität
Die Ausstattungsqualität beschreibt das Niveau der verbauten Materialien und Komponenten, von Bodenbelägen über Sanitär bis zur Haustechnik. Sie wirkt sich stark auf Preis, Wohnkomfort und Werthaltigkeit Ihres Hauses aus und wird bei der Bemusterung konkret festgelegt. Vergleichen Sie Angebote stets anhand gleicher Ausstattungsstandards.Siehe auch: Bemusterung, Baubeschreibung, Musterhaus

B

Bauabnahme
Bei der Bauabnahme bestätigen Sie als Bauherr, dass das Bauunternehmen sein Werk im Wesentlichen vertragsgemäß erbracht hat. Sie ist ein rechtlich bedeutsamer Schritt, weil damit die Gewährleistungsfrist beginnt und die Fälligkeit der Schlusszahlung ausgelöst wird. Ziehen Sie im Zweifel einen unabhängigen Bausachverständigen hinzu, um Mängel frühzeitig zu erkennen. Ratgeber Bauabnahme & Gewährleistung Siehe auch: Abnahmeprotokoll, Gewährleistung, Werkvertrag
Bauantrag
Der Bauantrag ist der formelle Antrag auf Erteilung einer Baugenehmigung, der bei der Bauaufsichtsbehörde eingereicht wird. Er umfasst unter anderem Lageplan, Bauzeichnungen, statische Nachweise und den Entwässerungsplan. In der Regel muss ein bauvorlageberechtigter Architekt oder Bauingenieur den Antrag unterschreiben.Siehe auch: Baugenehmigung, Bebauungsplan, HOAI
Baubeschreibung
Die Baubeschreibung ist die detaillierte Leistungs- und Materialbeschreibung, die verbindlicher Bestandteil des Bauvertrags ist. Sie legt fest, welche Bauteile, Ausstattungen und Qualitäten geschuldet sind, und dient als Maßstab für die spätere Bauabnahme. Je konkreter die Baubeschreibung, desto geringer das Risiko von Nachträgen und Streit. Ratgeber Bauvertrag prüfen Siehe auch: Bauvertrag, Bemusterung, Werkvertrag
Baufinanzierung
Die Baufinanzierung bündelt Eigenkapital und Darlehen, mit denen Sie Grundstück und Hausbau bezahlen. Wichtige Stellschrauben sind Zinssatz, Tilgung, Zinsbindungsdauer und die Höhe des Eigenkapitals, das die Konditionen deutlich beeinflusst. Ein sorgfältiger Kassensturz und der Vergleich mehrerer Angebote schützen vor teuren Fehlentscheidungen. Baufinanzierungsrechner Siehe auch: Grundschuld, Baunebenkosten, Förderung
Baugenehmigung
Die Baugenehmigung ist die behördliche Erlaubnis, ein Bauvorhaben nach den eingereichten Plänen auszuführen. Sie wird von der zuständigen Bauaufsichtsbehörde auf Grundlage des Bauantrags erteilt und prüft die Übereinstimmung mit Bebauungsplan und Bauordnung. Ohne gültige Genehmigung dürfen Sie in der Regel nicht mit dem Bau beginnen.Siehe auch: Bebauungsplan, Bauantrag, Erschließung
Baunebenkosten
Baunebenkosten sind alle Aufwendungen rund um den Hausbau, die über die reinen Baukosten des Gebäudes hinausgehen. Dazu zählen Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren, Erschließungs- und Vermessungskosten, Baugenehmigung sowie Versicherungen. Sie machen häufig 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten aus und sollten in Ihrer Finanzierung fest eingeplant werden. Hausbau-Kosten im Überblick Siehe auch: Hausanschlusskosten, Erschließung, Grunderwerbsteuer
Bausatzhaus
Ein Bausatzhaus wird als vorkonfektionierter Bausatz geliefert, den Sie in umfangreicher Eigenleistung selbst montieren. Es ist die kostengünstigste Variante des Fertighausbaus, verlangt aber erhebliches handwerkliches Können und einen hohen Zeitaufwand. Der Hersteller stellt Materialien, Baupläne und meist eine Bauanleitung bereit.Siehe auch: Ausbauhaus, Fertighaus, Eigenleistung
Bauträger
Ein Bauträger errichtet ein Haus auf einem ihm gehörenden Grundstück und verkauft Ihnen Grundstück und Gebäude gemeinsam als schlüsselfertiges Gesamtpaket. Der Kauf richtet sich nach der Makler- und Bauträgerverordnung, die Ratenzahlungen nach Baufortschritt vorsieht. Anders als beim Werkvertrag erwerben Sie hier eine fertige Immobilie aus einer Hand.Siehe auch: Werkvertrag, Schlüsselfertig, Generalunternehmer
Bauvertrag
Der Bauvertrag regelt die vertraglichen Rechte und Pflichten zwischen Ihnen und dem Bauunternehmen, insbesondere Leistungsumfang, Preis, Termine und Zahlungsplan. Seit 2018 schützt das gesetzliche Verbraucherbauvertragsrecht Bauherren unter anderem durch eine verpflichtende Baubeschreibung und ein Widerrufsrecht. Lassen Sie den Vertrag vor Unterschrift unbedingt fachkundig prüfen. Ratgeber Bauvertrag prüfen Siehe auch: Werkvertrag, Baubeschreibung, Bauabnahme
Bauzeitenplan
Der Bauzeitenplan legt die zeitliche Abfolge aller Bauabschnitte vom Aushub bis zur Übergabe fest. Er dient als Steuerungsinstrument, um Gewerke zu koordinieren, Fristen zu überwachen und Verzögerungen frühzeitig zu erkennen. Ein verbindlicher Bauzeitenplan sollte Bestandteil Ihres Bauvertrags sein. Ratgeber Hausbau-Ablauf Siehe auch: Bauvertrag, Rohbau, Richtfest
Bebauungsplan
Der Bebauungsplan ist eine kommunale Satzung, die verbindlich festlegt, wie ein Grundstück bebaut werden darf. Er regelt unter anderem Art und Maß der baulichen Nutzung, Geschosszahl, Dachform, Baugrenzen und mitunter Farb- oder Materialvorgaben. Prüfen Sie ihn vor dem Grundstückskauf, da er Ihre Gestaltungsfreiheit erheblich einschränken kann. Grundstückspreise 2026 Siehe auch: Baugenehmigung, Grundbuch, Erschließung
Bemusterung
Bei der Bemusterung wählen Sie die konkrete Ausstattung Ihres Hauses aus, etwa Fliesen, Bodenbeläge, Türen, Sanitärobjekte und Heiztechnik. Sie findet häufig in einem Musterhaus oder Bemusterungszentrum des Anbieters statt und hat direkten Einfluss auf den Endpreis. Klären Sie vorab, welche Ausstattungen im Grundpreis enthalten sind und wo Aufpreise entstehen.Siehe auch: Baubeschreibung, Musterhaus, Ausstattungsqualität
Blower-Door-Test
Der Blower-Door-Test ist eine Luftdichtheitsmessung, mit der Undichtigkeiten in der Gebäudehülle aufgespürt werden. Dabei wird mit einem Ventilator ein Über- und Unterdruck erzeugt und der Luftwechsel gemessen. Für Effizienzhäuser und geförderte KfW-Vorhaben ist der Nachweis der Luftdichtheit in der Regel verpflichtend.Siehe auch: Effizienzhaus, Dampfbremse, U-Wert
Bodengutachten
Ein Bodengutachten, auch Baugrundgutachten genannt, untersucht die Tragfähigkeit, Zusammensetzung und den Grundwasserstand des Baugrunds. Es liefert die Grundlage für die Planung von Gründung und Bodenplatte und deckt Risiken wie Altlasten oder drückendes Wasser auf. Ohne Bodengutachten drohen teure Nachbesserungen und im Schadensfall Beweisprobleme.Siehe auch: Bodenplatte, Keller, Erschließung
Bodenplatte
Die Bodenplatte ist die durchgehende, meist stahlbewehrte Betonplatte, die als Gründung und Fundament des Hauses dient. Sie überträgt die Gebäudelasten in den Baugrund und bildet zugleich den Boden des Erdgeschosses, sofern kein Keller gebaut wird. Ihre Dimensionierung richtet sich nach dem Bodengutachten und der Gebäudestatik.Siehe auch: Bodengutachten, Keller, Rohbau

D

Dachneigung
Die Dachneigung bezeichnet den Winkel des Daches gegenüber der Waagerechten, angegeben in Grad. Sie beeinflusst Optik, Regen- und Schneeableitung, den nutzbaren Dachraum sowie die Eignung für Photovoltaik. Häufig gibt der Bebauungsplan zulässige Dachformen und Neigungsbereiche vor.Siehe auch: Bebauungsplan, Photovoltaik, Rohbau
Dampfbremse
Eine Dampfbremse ist eine Folie oder Bahn, die den Übertritt von Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dämmung reguliert und so Feuchteschäden vorbeugt. Sie muss luftdicht und fachgerecht verklebt werden, um Tauwasser und Schimmel in der Konstruktion zu vermeiden. In Holzbauweisen ist sie ein zentraler Bestandteil des Feuchteschutzes.Siehe auch: Blower-Door-Test, U-Wert, Effizienzhaus

E

Effizienzhaus
Das Effizienzhaus ist ein energetischer Standard der KfW, der den Energiebedarf eines Gebäudes im Verhältnis zu einem gesetzlichen Referenzgebäude beschreibt. Je kleiner die Kennzahl, etwa Effizienzhaus 40, desto geringer der Energiebedarf und desto höher die mögliche Förderung. Der Standard umfasst sowohl den Primärenergiebedarf als auch die Qualität der Gebäudehülle. Förderungen im Überblick Siehe auch: KfW, KfW-40-Haus, GEG
Eigenleistung
Als Eigenleistung, umgangssprachlich Muskelhypothek, bezeichnet man Bauarbeiten, die Sie selbst statt durch Handwerker erbringen. Sie kann die Baukosten spürbar senken und wird von Banken teils als Eigenkapitalersatz anerkannt. Kalkulieren Sie Zeitaufwand und eigenes Können realistisch, da Fehler später teuer korrigiert werden müssen.Siehe auch: Ausbauhaus, Bausatzhaus, Baufinanzierung
Energieausweis
Der Energieausweis dokumentiert die energetische Qualität eines Gebäudes und stuft sie in Effizienzklassen von A+ bis H ein. Bei Neubauten wird ein Bedarfsausweis auf Basis der Gebäudedaten erstellt und ist bei Verkauf oder Vermietung vorzulegen. Er hilft Ihnen, den zu erwartenden Energiebedarf realistisch einzuschätzen.Siehe auch: GEG, Effizienzhaus, U-Wert
Energieberater
Ein Energieberater plant und begleitet energieeffiziente Neubau- und Sanierungsvorhaben und stellt die erforderlichen Nachweise für Förderungen aus. Für viele KfW- und BAFA-Programme ist die Einbindung eines zertifizierten Experten Voraussetzung. Er unterstützt Sie bei der Wahl von Dämmung, Heiztechnik und Fördermitteln. Förderungen im Überblick Siehe auch: KfW, Förderung, iSFP
Erdgeschoss
Das Erdgeschoss ist die auf Höhe des umgebenden Geländes liegende Etage eines Gebäudes. Es beherbergt häufig die offenen Wohnbereiche wie Küche, Ess- und Wohnzimmer und ist bei barrierefreier Planung besonders wichtig. Die zulässige Höhenlage kann durch den Bebauungsplan vorgegeben sein.Siehe auch: Bodenplatte, Grundriss, Bebauungsplan
Erschließung
Die Erschließung stellt sicher, dass ein Grundstück an Straße, Kanalisation, Wasser, Strom und weitere Medien angebunden ist. Man unterscheidet die verkehrstechnische Erschließung von der technischen Erschließung mit Ver- und Entsorgungsleitungen. Die Kosten trägt in der Regel der Grundstückseigentümer und sie können mehrere zehntausend Euro betragen. Grundstück erschließen Siehe auch: Hausanschlusskosten, Baunebenkosten, Grundstück
Estrich
Estrich ist die tragende oder schwimmende Bodenschicht, die auf der Rohdecke aufgebracht wird und den Untergrund für den späteren Bodenbelag bildet. Er nimmt häufig die Rohre der Fußbodenheizung auf und muss vor dem Belegen ausreichend austrocknen. Zu kurze Trocknungszeiten führen zu Feuchteschäden und Rissen.Siehe auch: Rohbau, Fußbodenheizung, Innenausbau

F

Fertighaus
Ein Fertighaus wird in einem Werk aus vorgefertigten Bauteilen produziert und auf der Baustelle in kurzer Zeit montiert. Diese industrielle Vorfertigung ermöglicht kalkulierbare Kosten, hohe Qualitätsstandards und kurze Bauzeiten. Fertighäuser gibt es je nach Ausbaustufe als schlüsselfertige, Ausbau- oder Bausatzhäuser. Alle Häuser entdecken Siehe auch: Massivhaus, Schlüsselfertig, Ausbauhaus
Förderung
Förderungen sind staatliche Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite, die energieeffizientes und altersgerechtes Bauen finanziell unterstützen. Neben der KfW vergeben auch das BAFA sowie einzelne Länder und Kommunen Mittel für Neubau, Heizungstausch und Barrierefreiheit. Stellen Sie Förderanträge in der Regel vor Baubeginn, um Ihren Anspruch nicht zu verlieren. Förderungen im Überblick Siehe auch: KfW, Effizienzhaus, Energieberater
Fußbodenheizung
Die Fußbodenheizung gibt Wärme großflächig über den Boden ab und arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Sie harmoniert besonders gut mit Wärmepumpen und ist deshalb in modernen Effizienzhäusern Standard. Vorteile sind eine gleichmäßige Wärmeverteilung und der Verzicht auf sichtbare Heizkörper.Siehe auch: Wärmepumpe, Estrich, Effizienzhaus

G

GEG
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) bündelt die energetischen Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude in Deutschland. Es regelt seit 2024 unter anderem, dass neue Heizungen zunehmend mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, und definiert Mindeststandards für Wärmeschutz. Für den Neubau eines Fertighauses ist das GEG maßgeblich für Dämmung und Heiztechnik. GEG für Fertighäuser 2026 Siehe auch: Effizienzhaus, Wärmepumpe, Energieausweis
Generalunternehmer
Ein Generalunternehmer übernimmt die komplette Bauleistung aus einer Hand und beauftragt seinerseits die einzelnen Gewerke als Subunternehmer. Für Sie als Bauherr gibt es nur einen Vertragspartner, was Koordination und Gewährleistung vereinfacht. Anders als der Bauträger baut er auf Ihrem bereits erworbenen Grundstück.Siehe auch: Bauträger, Werkvertrag, Schlüsselfertig
Gewährleistung
Die Gewährleistung verpflichtet das Bauunternehmen, innerhalb der gesetzlichen Frist Mängel zu beseitigen, die bei Bauwerken in der Regel fünf Jahre ab Abnahme beträgt. Zeigt sich ein Mangel, sollten Sie ihn schriftlich rügen und eine angemessene Frist zur Nachbesserung setzen. Nach Ablauf der Frist tragen Sie das Risiko verdeckter Mängel selbst. Ratgeber Bauabnahme & Gewährleistung Siehe auch: Bauabnahme, Mängelrüge, Abnahmeprotokoll
Grundbuch
Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, das die Eigentums- und Rechtsverhältnisse an einem Grundstück dokumentiert. Es weist unter anderem Eigentümer, Belastungen wie Grundschulden sowie Wege- oder Leitungsrechte aus. Erst mit der Eintragung im Grundbuch werden Sie rechtlich Eigentümer der Immobilie.Siehe auch: Grundschuld, Grunderwerbsteuer, Notar
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer fällt beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie an und wird von den Bundesländern erhoben. Der Steuersatz liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Sie zählt zu den Baunebenkosten und wird erst nach Zahlung mit der Unbedenklichkeitsbescheinigung die Grundbucheintragung ermöglicht. Grundstückspreise 2026 Siehe auch: Baunebenkosten, Grundbuch, Notar
Grundriss
Der Grundriss ist die maßstäbliche Draufsicht eines Geschosses und zeigt die Anordnung von Räumen, Wänden, Türen und Fenstern. Er ist die Grundlage für die Wohnraumplanung und beeinflusst maßgeblich Wohnkomfort, Belichtung und spätere Nutzungsflexibilität. Achten Sie auf kurze Wege, sinnvolle Zonierung und ausreichende Stellflächen.Siehe auch: Erdgeschoss, Wohnfläche, Bemusterung
Grundschuld
Die Grundschuld ist ein Grundpfandrecht, mit dem eine Immobilie als Sicherheit für ein Darlehen belastet wird. Sie wird ins Grundbuch eingetragen und berechtigt die Bank, bei Zahlungsausfall die Zwangsversteigerung zu betreiben. Als flexibles Sicherungsmittel bleibt sie auch nach Tilgung bestehen, bis sie gelöscht oder erneut genutzt wird. Baufinanzierungsrechner Siehe auch: Grundbuch, Baufinanzierung, Notar
Grundstück
Das Grundstück ist die räumlich abgegrenzte Bodenfläche, auf der Ihr Haus errichtet wird. Lage, Zuschnitt, Bodenbeschaffenheit und Erschließungsgrad beeinflussen sowohl den Preis als auch die Bebaubarkeit erheblich. Prüfen Sie vor dem Kauf Bebauungsplan, Grundbuch und ein etwaiges Bodengutachten. Grundstückspreise 2026 Siehe auch: Erschließung, Bebauungsplan, Bodengutachten

H

Hausanschlusskosten
Hausanschlusskosten entstehen für die Anbindung Ihres Gebäudes an die öffentlichen Netze für Strom, Wasser, Abwasser, Gas und Telekommunikation. Sie sind Teil der Erschließung und werden von den jeweiligen Versorgern in Rechnung gestellt. Je nach Entfernung zu den Hauptleitungen können mehrere tausend Euro pro Anschluss anfallen. Grundstück erschließen Siehe auch: Erschließung, Baunebenkosten, Grundstück
Hauskatalog
Ein Hauskatalog stellt die Haustypen, Grundrisse und Ausstattungslinien eines Anbieters gebündelt vor. Er dient Ihnen als erste Orientierung, um Bauweisen, Preisspannen und Gestaltungsmöglichkeiten zu vergleichen. Kataloge sind meist kostenlos und lassen sich digital oder gedruckt anfordern. Hauskataloge anfordern Siehe auch: Musterhaus, Fertighaus, Grundriss
HOAI
Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) bildet den Rahmen für die Vergütung von Planungsleistungen. Sie gliedert Projekte in neun Leistungsphasen von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung. Seit 2021 sind die Honorartafeln nur noch als Orientierung unverbindlich, sodass Honorare frei vereinbart werden können.Siehe auch: Bauantrag, Bauvertrag, Generalunternehmer

I

Innenausbau
Der Innenausbau umfasst alle Arbeiten, die nach der Fertigstellung des Rohbaus im Inneren des Hauses erfolgen. Dazu zählen Estrich, Trockenbau, Elektro- und Sanitärinstallation, Fliesen, Innentüren sowie Maler- und Bodenarbeiten. Bei einem Ausbauhaus übernehmen Sie Teile des Innenausbaus in Eigenleistung.Siehe auch: Rohbau, Estrich, Ausbauhaus
iSFP
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein von Energieberatern erstelltes Dokument, das Schritt für Schritt sinnvolle energetische Maßnahmen für ein Bestandsgebäude aufzeigt. Er betrifft primär Sanierungen, kann aber die Förderquote bei begleiteten Maßnahmen erhöhen. Für Neubauten ist er nicht erforderlich, für Modernisierer jedoch oft finanziell attraktiv. Förderungen im Überblick Siehe auch: GEG, Energieberater, Förderung

K

Keller
Der Keller ist ein ganz oder teilweise unter dem Gelände liegendes Geschoss, das zusätzlichen Nutz- oder Wohnraum schafft. Er verursacht Mehrkosten und setzt einen tragfähigen, möglichst trockenen Baugrund voraus, weshalb ein Bodengutachten empfehlenswert ist. Als Alternative kommt eine reine Bodenplatte in Frage.Siehe auch: Bodenplatte, Bodengutachten, Rohbau
KfW
Die KfW ist eine staatliche Förderbank, die zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für energieeffizientes Bauen und Sanieren vergibt. Für Neubauten sind vor allem die Programme für Effizienzhäuser und klimafreundlichen Neubau relevant. Die Förderung ist an bestimmte energetische Standards und meist an eine Baubegleitung durch Sachverständige geknüpft. Förderungen im Überblick Siehe auch: Effizienzhaus, KfW-40-Haus, Förderung
KfW-40-Haus
Ein KfW-40-Haus benötigt nur rund 40 Prozent der Primärenergie eines gesetzlichen Referenzgebäudes und gehört damit zu den effizientesten Neubaustandards. Es erfüllt hohe Anforderungen an Dämmung, Luftdichtheit und Anlagentechnik und ist Voraussetzung für viele KfW-Förderungen. In der Regel kommen Wärmepumpe, Lüftungsanlage und Photovoltaik zum Einsatz. Haustyp KfW-40-Haus Siehe auch: Effizienzhaus, KfW, Wärmepumpe

M

Mängelrüge
Mit einer Mängelrüge zeigen Sie dem Bauunternehmen einen festgestellten Baumangel schriftlich an und fordern zur Nachbesserung auf. Sie sollte den Mangel genau beschreiben, eine angemessene Frist setzen und aus Beweisgründen dokumentiert werden. Reagiert der Unternehmer nicht, können weitergehende Rechte wie Minderung oder Ersatzvornahme greifen. Ratgeber Bauabnahme & Gewährleistung Siehe auch: Gewährleistung, Bauabnahme, Abnahmeprotokoll
Massivhaus
Ein Massivhaus wird Stein auf Stein aus mineralischen Baustoffen wie Ziegel, Kalksandstein oder Beton errichtet. Es gilt als besonders langlebig, wertstabil und bietet guten Schall- und Brandschutz sowie hohe Wärmespeicherfähigkeit. Im Gegensatz zum vorgefertigten Fertighaus entsteht es überwiegend direkt auf der Baustelle.Siehe auch: Fertighaus, Rohbau, U-Wert
Musterhaus
Ein Musterhaus ist ein voll ausgestattetes Ausstellungshaus, in dem Anbieter Bauweise, Grundrisse und Ausstattungsvarianten erlebbar machen. Es hilft Ihnen, ein Gefühl für Raumwirkung, Materialqualität und Technik zu bekommen, bevor Sie sich entscheiden. Beachten Sie, dass Musterhäuser oft in gehobener Ausstattung präsentiert werden, die Aufpreise verursachen kann. Haustyp Musterhaus Siehe auch: Fertighaus, Bemusterung, Hauskatalog

N

Notar
Der Notar beurkundet den Grundstücks- oder Immobilienkaufvertrag, was in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist. Er sorgt für eine rechtssichere Abwicklung, veranlasst Grundbucheintragungen und wahrt die Interessen beider Vertragsparteien neutral. Die Notarkosten zählen zu den Baunebenkosten und richten sich nach dem Kaufpreis.Siehe auch: Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Baunebenkosten

P

Photovoltaik
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um und senkt Ihre Energiekosten für Haushalt und Wärmepumpe. In Kombination mit einem Batteriespeicher erhöhen Sie den Eigenverbrauch und werden unabhängiger vom Netz. Für viele Effizienzhaus-Standards ist eine solche Anlage faktisch Voraussetzung. Förderungen im Überblick Siehe auch: Wärmepumpe, Effizienzhaus, Smart Home

R

Richtfest
Das Richtfest ist der traditionelle Bräuche folgende Anlass, der die Fertigstellung des Rohbaus und des Dachstuhls markiert. Es dient als Dank an die am Bau beteiligten Handwerker und als kleiner Meilenstein im Bauablauf. Üblicherweise lädt der Bauherr zu einem Umtrunk, während der Richtspruch verlesen wird.Siehe auch: Rohbau, Bauzeitenplan, Dachneigung
Rohbau
Der Rohbau umfasst die tragenden und aussteifenden Bauteile eines Hauses wie Fundament, Wände, Decken und Dachstuhl. Nach seiner Fertigstellung ist das Gebäude wetterfest, aber noch nicht bewohnbar, da der Innenausbau folgt. Der Abschluss des Rohbaus wird häufig mit dem Richtfest gefeiert. Ratgeber Hausbau-Ablauf Siehe auch: Innenausbau, Richtfest, Bodenplatte

S

Schlüsselfertig
Ein schlüsselfertiges Haus wird vom Anbieter bezugsfertig übergeben, sodass Sie nach der Abnahme direkt einziehen können. Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus der Baubeschreibung, da schlüsselfertig kein rechtlich fest definierter Begriff ist. Prüfen Sie deshalb genau, welche Arbeiten wie Außenanlagen oder Bodenbeläge tatsächlich enthalten sind. Ratgeber Bauvertrag prüfen Siehe auch: Ausbauhaus, Baubeschreibung, Fertighaus
Smart Home
Als Smart Home bezeichnet man ein Wohngebäude, in dem Technik wie Heizung, Beleuchtung, Beschattung und Sicherheit vernetzt und automatisiert gesteuert wird. Die Systeme lassen sich per App, Sprache oder Zeitprogramm bedienen und können den Energieverbrauch optimieren. Eine frühzeitige Planung der Verkabelung im Rohbau spart spätere Nachrüstkosten. Smart Home im Fertighaus Siehe auch: Photovoltaik, Wärmepumpe, Innenausbau
Statik
Die Statik berechnet die Tragfähigkeit und Standsicherheit eines Gebäudes unter allen zu erwartenden Lasten. Ein Tragwerksplaner erstellt die statischen Nachweise, die Bestandteil des Bauantrags sind und die Dimensionierung tragender Bauteile bestimmen. Eine fehlerhafte Statik gefährdet die Sicherheit und muss vor Baubeginn geprüft sein.Siehe auch: Bauantrag, Bodenplatte, Rohbau

T

Trockenbau
Der Trockenbau umfasst nichttragende Konstruktionen aus Platten und Ständerwerken, etwa für Wände, abgehängte Decken oder Dachschrägen. Er kommt ohne Mörtel oder Beton aus, ist schnell zu errichten und bietet Raum für Dämmung und Installationen. Im Fertighausbau ist der Trockenbau ein zentraler Bestandteil des Innenausbaus.Siehe auch: Innenausbau, Dampfbremse, Estrich

U

U-Wert
Der U-Wert, auch Wärmedurchgangskoeffizient, gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht, gemessen in Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmwirkung von Wand, Dach oder Fenster. Er ist eine zentrale Kennzahl für die Energieeffizienz und die Einhaltung der GEG-Anforderungen.Siehe auch: Effizienzhaus, GEG, Dampfbremse

V

Vollgeschoss
Ein Vollgeschoss ist ein Geschoss, das nach Landesbauordnung eine bestimmte Mindesthöhe über einen ausreichenden Flächenanteil aufweist. Die zulässige Zahl der Vollgeschosse wird im Bebauungsplan festgelegt und bestimmt maßgeblich das Bauvolumen. Dachgeschosse zählen nur unter bestimmten Bedingungen als Vollgeschoss.Siehe auch: Bebauungsplan, Erdgeschoss, Dachneigung

W

Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe entzieht der Umwelt aus Luft, Erdreich oder Grundwasser Wärme und hebt sie mit elektrischer Energie auf ein nutzbares Temperaturniveau. Sie gilt als Schlüsseltechnologie für klimafreundliches Heizen und erfüllt die Vorgaben des GEG zu erneuerbaren Energien. In Kombination mit Fußbodenheizung und Photovoltaik arbeitet sie besonders effizient. GEG für Fertighäuser 2026 Siehe auch: GEG, Fußbodenheizung, Photovoltaik
Werkvertrag
Der Werkvertrag verpflichtet den Unternehmer, ein bestimmtes Werk herzustellen, während Sie die vereinbarte Vergütung schulden. Beim Hausbau ist er die rechtliche Grundlage, wenn Sie eine Baufirma mit der Errichtung auf Ihrem eigenen Grundstück beauftragen. Zentrale Wirkungen wie Abnahme, Gewährleistung und Vergütungsfälligkeit richten sich nach dem Werkvertragsrecht. Ratgeber Bauvertrag prüfen Siehe auch: Bauvertrag, Bauabnahme, Generalunternehmer
Wohnfläche
Die Wohnfläche bezeichnet die nach der Wohnflächenverordnung anrechenbare Grundfläche der Wohnräume. Flächen unter Dachschrägen oder in Kellern werden nur anteilig oder gar nicht berücksichtigt, weshalb sie von der Grundfläche abweicht. Sie ist eine wichtige Vergleichsgröße für Preis, Nebenkosten und Wohnkomfort.Siehe auch: Grundriss, Vollgeschoss, Erdgeschoss

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